Unbekannte Art

Am Waldrand versteckten sie sich.
Auf dem Darß. In einem kleinen Wasserlauf.

Still auf dem Wasser liegend.
Nicht das leiseste Geräusch von sich gebend.
Damit niemand sie hört, vor allem nicht sieht.

Dabei haben sie gar keinen Grund, sich zu verstecken.
Goldig anzusehen, vielfältig, variantenreich, wunderschön.
Ganz bestimmt ungefährlich. Und unglaublich skuril.

Wesen einer anderen Welt, einer anderen Galaxie.
Noch nie gesehen, nur durch Zufall entdeckt.

Ein großartiger, ein fantastischer Moment.
Und nur eine ganz grobe Idee, was ich eigentlich vor mir sehe.

Fotografiert mit 105mm, f4 und 1/60s.

Zarte Schönheiten

Sie sind wieder da. Endlich.
Auf zwei Wiesen. Vor den Toren Hamburgs.

Und ich habe sie vermisst.
Obwohl ich mir das nicht eingestehen will.
Weiß ich doch, was mich erwartet.
Schlielich kennen wir uns schon einige Jahre.

Aber, die Aufregung ist da.
Wie jedes Jahr.

Ich stehe auf der Wiese.
Im Dunkeln.
Voller Vorfreude.
In banger Erwartung.

Und zu sehen ist, nichts.
Nur nebelverhangene Dunkelheit.

Der Mond wird durch Wolken verdeckt.
Hätte durch den Bodennebel eh keine Chance.
Selbst der Strahl der Taschenlampe wird nach wenigen Metern verschluckt.

Reicht aber aus, um schemenhaft anzudeuten.
Erste Eindrücke, Schattenrissen gleich.
Lässt die Vielfalt erahnen.
Der Figuren, der Posen.

Ein Ballett steht hier auf der Bühne.
Wartet auf das erste Licht.
Den Beginn des Tanzes.
Das Fest des Tages.

Und auch wenn sich die Sonne an diesem Morgen nicht blicken läßt. Der Anblick der Schachblumen auf der frühlingsfeuchten Wiese ist einmal mehr überwältigend.
Blume an Blume, Tropfen auf Tropfen.
Jede anders, jede einzigartig, jede großartig.
Jeder Blick birgt neue Entdeckungen, neue Sichten.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen.
Bei und mit ihnen.

Fotografiert mit 105mm, f 4 und 1/60s.

Natürliche Poesie – Der Katalog zur Ausstellung

Es ist vollbracht. Endlich.
Hat ja auch lange gedauert.
Und die Ausstellung ist längst vorbei. Leider.

Aber jetzt ist er da. Ab heute, hier im Blog.
Der Katalog zu meiner Ausstellung “Natürliche Poesie”.
Als ebook. Zum herunterladen.

Für alle.
Die dabei waren.
Die nicht da sein konnten.
Die neugierig sind, was zu sehen war.
Die noch einmal genießen möchten.

Aufgebaut und dargestellt wie in der Ausstellung, um einen ähnlichen Eindruck zu vermitteln.

Aber mit einem zusätzlichen Element versehen.

In Anhang sind kurze Beschreibung zu den Bildern zu finden.
Und wer möchte, kann durch einen Klick auf die Bilder zu den dazugehörigen Texten hier im Blog gelangen. Zumindest den Bildern, zu denen Texte existieren.

Viel Spaß beim blättern, schauen, genießen.

Aufbruch

Alt ist sie. Und müde. Diese Nacht.
Aber unnachgiebig, nahezu undurchdringlich.
Erst recht, da der verhangene Himmel die Dämmerung zurückhält.

Kein Licht, nicht der kleinste Strahl, dringt durch noch unbeblätterte Bäume.
Nur schemenhaft lassen sich Stämme erahnen.
Zögerlich geben sie Hilfestellung. Ein wenig.
Lassen den Weg erahnen, ohne ihn wirklich freizugeben.

Aber dann, das erste blau am Himmel, die Dämmerung naht.
Aus Schemen werden Gestalten, aus Gespenstern Bäume.
Aus Dunkelheit und Enge Klarheit und Freiheit.

Und was vorher noch zaghaft, unbestimmt vor mir stand, strahlt in voller Schönheit.
Zeigt neue Wege, neue Möglichkeiten, neue Sichten.
Selbstbewusst, vom Ballast der vergangenen Nacht befreit.
Mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen.

Fotografiert mit 35 mm, F2,8 und 30s