Abschied vom Darß

Viel zu schnell um, eine Woche. Selbst wenn man sie hier im Blog nacharbeitet und sich der Urlaub so auf angenehme Art verlängert. Irgendwie zumindest.

Trotzdem. Einmal ist Schluss. Und heute ist es soweit.

Viel habe ich über die Schwierigkeiten der gegenseitigen Annäherung erzählt. Die Nacharbeit hier im Blog hat zwar geholfen, mich der Gegend nochmals ganz anders zu nähern. Gänzlich überzeugt bin ich nach wie vor nicht.

Aber muss ich auch nicht. Wer weiß schon, was die Zeit bringt. Und am Ende hängen bleibt. Das Gefühl oder das Ergebnis?

Heute heißt es jedenfalls erst einmal Abschied nehmen.
Abschied von einem vielleicht nicht ganz einfachen aber mit Sicherheit unglaublich abwechslungsreichen, interessanten, spannenden Flecken Erde.

Und zum Abschluss der Reise, wie sollte es anders sein, ein Bild der Vögel, die den Darß im Herbst prägen. Ihn herausheben aus der Masse. Etwas wahrlich Einzigartiges geben.

Kraniche.

Wunderschön. Gewaltig. Überwältigend. Sie morgens aufbrechen zu sehen. Oder den abendlichen Heimflug zu beobachten. Großartig.
Tausende kleiner Punkte, die am Horizont nur zu erahnen sind. Schnell größer werdend. Bis sie in langgliedrigen Ketten über den eigenen Kopf hinweg ziehen. Und die Luft mit freudigen Rufen erfüllen.

Zeigen möchte ich euch aber ein anderes Bild. Stiller, ruhiger. Aber nicht weniger bewegend.

Den Aufbruch dreier Kraniche am Morgen, fotografiert mit 300mm, f4 und 1/160s.

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47 Gedanken zu „Abschied vom Darß

    • The situation was quiete interesting. While all the big lens fotographers looked carefully on the water to picture the starting cranes and the rising sun. Nobody seemed to notice the much greater situation in their back.

  1. Klassisch romantisch: der volle goldgelbe Mond und drei Kraniche. Vorgestern übrigens flog eine Formation über uns hinweg. Ich sehe sie jedes Jahr, denn sie veranstalten ein ziemliches Spektakel. Und ich schaue ihnen voll Bewunderung und mit Gänsehaut nach. Ich vermute, es waren Kraniche. (Das Foto ist völlig unspektakulär, nicht so wie deines).

    • Kraniche sind wunderbare Geschöpfe. Sie morgens im Moor, auf der Wiese zu beobachten ist schon toll. Aber ihren gemeinsamen Flug im Herbst zu erleben, jedesmal ein ganz besonders Erlebnis. Und in diesem Fall noch den Vollmond als Verbündeten zu haben.

  2. Das Bild ist sehr schön! Meine besten Bilder vom Darß sind mir an einem absolut grauen nebeligen Tag gelungen. Die Strandlandschaft an einem einsam gelegenen Abschnitt zeigte sich plötzlich geheimnisvoll und skurril.

    • Gegen ein wenig stimmungsvollen Nebel hätte ich auch nichts gehabt. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade der Nordstrand äußerst spannend wirkt.
      Aber so, fotografisch bin ich mit der Woche absolut zufrieden. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Licht dort. Ein Traum…

    • Ja, seit der Woche auf dem Darß hat er ein wenig was gut bei mir. Voll, zur richtigen Zeit in der passenden Richtung. Er hat schon gut mitgespielt. Und mir zudem in der Dämmerung zuvor noch auf wunderbare Weise den Bodden gezeigt.

    • Ich war selbst begeistert, plötzlich in dieser Szenerie zu stehen. Obwohl ich den Mond ja erst kurz vorher verschleiert fotografiert hatte, hatte ich ihn ein wenig verdrängt. Bis mein den Kranichen folgender Blick in wieder in Erinnerung rief. Und netterweise hatte auch eine kleine Gruppe Kraniche einsehen mit meiner spontanen Bildidee.

    • Ja, da ist tatsächlich beides drin. Und ein wenig beneide ich die drei auch darum…
      Mit dem Halo hast Du recht, es war mir nicht aufgefallen. Ich weiß nur nicht genau, woher der Effekt stammen könnte. Im Raw scheint er nicht stecken, großformatig ist nichts zu sehen. Im stark verkleinerten jpg dagegen deutlich. Nur ein Komprimierungsproblem? Oder könnte das durch die relativ dunkle Ausbelichtung des Waldstücks stammen?

      • Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber ich glaube manchmal, auch so einen Halo zu sehen. Aber nicht auf Fotos, die ich gemacht habe, sondern live, direkt um ‘unseren’ Baum (der große vor unserem Balkon) herum, wenn ich ihn eine zeitlang anschaue, besonders in der Dämmerung. Nein, es ist keine Hallu *lach*

      • “ist es ein technischer Fehler, ein fotografischer oder eher ein Phänomen des Morgens?”

        Ich würde ja gerne sagen, die Kamera nimmt das, was du siehst, aber in der Regel unsichtbar ist, mit auf, aber das würde wohl eher in den Bereich ‘Aurafotografie’ fallen, und das kann unsere herkömmliche Kamera wohl eher nicht ;-)

        Lassen wir es doch einfach ein Phänomen des Morgens sein, diese Vorstellung ist am schönsten ;-)
        Mir ist der Halo auf dem Bild übrigens gar nicht aufgefallen. Jetzt, wo ich ihn sehe, da Roland darauf hingewiesen hat, finde ich ihn aber auch nicht störend, im Gegenteil…

  3. “Wer weiß schon, was die Zeit bringt. Und am Ende hängen bleibt. Das Gefühl oder das Ergebnis?”
    Beides. Wenn Du das Ergebnis – das Dir hier wieder mal mehr als gelungen ist – irgendwann, sehr viel später, nochmal hernimmst und betrachtest, erinnerst Du Dich auch wieder an das Gefühl und die Umstände. So geht’s mir zumindest ;-)

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