Über muellerssicht

Fotografie ist für mich mehr als das Ablichten eines Motives. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, Emotionen einzufangen, zu gestalten. Und der Versuch, hinter eine offensichtliche Oberfläche zu schauen.

Ein Gedanke …

Auch wenn er nicht hierher gehört.
Eigentlich.
Nicht in den Blog.
Nicht mehr.
Zumindest nicht unbedingt.

Ich wollte den Blog fokussieren.
Ihn auch textlich ganz der Natur widmen.
Dem Gedanken meiner ersten Ausstellung.
Der sich in allen Bildern wiederfindet.
Und in meiner fotografischen Arbeit mit und in der Natur.
Für alles andere gibt es jetzt schließlich einen neuen Blog.

Aber, er kreist in meinem Kopf.
Der Gedanke.
Seit langem.

Weil ich nicht weiß warum.
Weil ich es schade finde.
Weil ich es vermisse.

Likes explodieren.
Seit einiger Zeit.
Nicht nur auf meiner Seite.
Das ist schön.
Wem würde ein “gefällt mir” nicht gefallen.

Aber das geschriebene Wort verschwindet.
Und auch nicht nur hier.
Wird mehr geklickt als geredet.
Digitale Kommunikation noch weiter reduziert.

Aber ich vermisse sie.

Fragen

Einladung

Noch ist es nicht so weit. Noch nicht ganz.
Aber lange wird es nicht mehr dauern. Zum Glück.

Obwohl, wenn ich es recht überlege, einige Zeit doch noch.
Adventszeit, Weihnachten, Silvester, Neujahr.
Da passiert einiges.
Bis es soweit ist.
In sieben Wochen.

Und dann, am 11. Januar.
Öffnen sich die Tore.
Um 12 Uhr.
In der Boberger Niederung.
Im Naturschutz-Informationshaus.

Für die Vernissage.
Für meine zweite Ausstellung.

Natürlich wird die Natur im Mittelpunkt stehen.
Natürlich werden auch einige meiner schönsten natürlichen Momente in Größe gezeigt.

Bei meiner ersten Ausstellung ging es um meinen generellen Ansatz.
Den Grund, der mich antreibt.
Die Freude, die Poesie, die ich draußen in der Natur finde, erlebe.

Und auch wenn sich das nicht geändert hat.
Das übergeordnete Thema auch hier zu finden ist.

Diese Ausstellung wird spezieller.
Wird sich mit einigen meiner ganz besonderen Lieblingen beschäftigen.
Die ich jedes Jahr besuche.
Deren Ankunft ich kaum erwarten kann.
Die ich immer wieder mit Freude begleite. Beim Wachsen, beim Aufblühen.
An deren Schönheit ich mich nicht sattsehen kann.
Jedes Jahr aufs Neue.

Wenn sich Hamburgs unglaubliche, eher unbekannte Schatztruhe öffnet.
Randgefüllt mit natürlichen Perlen.
Nicht rund, nicht nur weiß, aber von strahlender Schönheit.
Hamburgs Blumenschatz ist gewaltig.
Und meine Interpretationen dieser Kleinode sind ab dem 11. Januar in der Boberger Niederung zu sehen.

Euch möchte ich dazu einladen.
Mit mir durch Hamburgs Schatzkammer zu streifen.
Mit mir diesen Moment zu genießen.

Ich freue mich.

Über die Vorbereitung der Ausstellung werde ich von Zeit zu Zeit auf MüllersSicht – UnterWegs berichten.

Versöhnung

Freunde werden wir nicht mehr.
Nicht dieses Jahr.

Hat nicht geklappt.
Mit dem Timing.

Lag an mir.

Einsätze verpaßt, verschoben.
Und irgendwie immer zur falschen Zeit.
Zu früh, zu spät. Durchgängig.
Nicht lustig. Überhaupt nicht.
Aber auch nicht zu ändern.

Der Herbst, das Licht und meine Wenigkeit hatten anders zu tun.
Sind nicht zusammengekommen. Nicht ein einziges mal.
Zumindest nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

Und doch war er groß. Dieser Herbst. Für mich.

Ein Bild, seit langen im Kopf.
Nur nicht auf dem Chip.
Lag am Licht. Immer zu viel.
Und am Herbst. Einfach zu bunt.

Aber dieses Jahr, auf Rügen. Endlich.
Ein Baum wie gemalt,
Kein störendes Licht.
Und endlich, ein Baum mit fallenden Blättern.

Fotografiert mit 105mm, f2,8 und 1/6s.

Versöhnung

Schirmherrschaft

So was habe ich noch nicht gesehen.
Auch nicht hier in unseren Breitengraden erwartet.
Wahrscheinlich würde ich es nicht mal glauben.
Hätte ich nicht selbst vor ihnen gestanden.

Zwerge könnten drauf sitzen.
Also die kleinen, friedlichen aus den Vorgärten.
Oder Peter Pan Elfen.
Hätten jedenfalls ihren Spaß dran.

Klein, schwer zu finden, leicht zu übersehen.
So kenne ich Pilze.
Und so habe ich sie meistens fotografiert.
Wenn ich welche fand.

Aber die, die ich an der Müritz sah.
Wahnsinn.
Der Schirm, Tellergröße.
Nicht zu übersehen. Von Weitem.

Und während die Oberfläche etwas trist und langweilig wirkte.
Der Blick darunter war überwältigend.

Fotografiert mit 105mm, f45 und 2s.

Schirmherrschaft

Auf ein Wort…

… ist doch wieder einmal viel Zeit vergangen, seit dem letzten Post.

Nicht beabsichtigt, auf keinen Fall. Einfach passiert.
Aber es war wohl nötig.
Und ich befürchte, es wird nicht das letzte Mal sein, das es hier etwas ruhiger wird.

Gründe gibt es viele, nicht nur einen.
Ich brauchte eine digitale Pause, es war nötig.
Mich selbst sortieren, ausprobieren, real, nicht virtuell.

Denn, ganz unabhängig von diesem Blog, gibt es Veränderungen.

Aus vielfältigen Gründen habe ich Mitte des Jahres einen Schnitt gemacht.
Einen wohl ziemlich entscheidenden.
Raus aus dem angestellten Dasein, rein in das Stehen auf eigenen Füssen.
Zu erdrückend, zu einschränkend, zu was auch immer, es ging nicht mehr.

Jetzt geht es besser, holprig am Anfang. Und wohl auch noch einige Zeit, aber besser.
Wo es hinführt? Ich werde es sehen. Aber es fühlt sich gut an.

Und wenngleich nicht der Schwerpunkt, so ist Fotografie doch ein Standbein.
Noch klein, zart und zerbrechlich.
Aber vielfältiger als hier in diesem Blog zu sehen.

Natur wird immer einer meiner Schwerpunkte bleiben.
Und ich freue mich auf jeden Tag, den ich draußen unterwegs bin.
Allerdings habe ich in der letzten Zeit das immer drängendere Gefühl, anders, breiter an das Thema zu gehen.
Mache ich letztlich auch schon lange.
Nur nicht öffentlich.

Bis heute.

Neben MüllersSicht wird es einen zweiten Blog geben.
Thema ist schlicht “Unterwegs“.
Im Moment bin ich noch dabei, den inhaltlichen Gedanken zu entwickeln, den Blog zu gestalten.
Es wird im wörtlichen Sinn um Reise gehen, um unterwegs sein.
Im übertragen Sinn wird es aber auch um den Weg gehen, den meine Fotografie nehmen wird.

Wer mag, schaut vorbei.
Ich freue mich.
Auf die Herausforderung, auf den Weg, auf euch.

Aber, keine Sorge, dieser Blog wird bestehen bleiben.
Und sich wieder mit Leben füllen.
Versprochen.

Fotogrfaiert mit 180mm, f4 und 1/250s.

Nebelbank