Über muellerssicht

Auch wenn es sich merkwürdig anhören mag, aber vor Sonnenaufgang im Wald, an der Küste, im Moor oder wo auch immer in der Natur zu sein ist schlicht überwältigend. Nichts als Natur, meine Wenigkeit und die Kamera. Und immer wieder der mehr oder weniger geglückte Versuch, das, was ich sehe, spüre, fühle in Bildern festzuhalten.

Zarte Schönheiten

Sie sind wieder da. Endlich.
Auf zwei Wiesen. Vor den Toren Hamburgs.

Und ich habe sie vermisst.
Obwohl ich mir das nicht eingestehen will.
Weiß ich doch, was mich erwartet.
Schlielich kennen wir uns schon einige Jahre.

Aber, die Aufregung ist da.
Wie jedes Jahr.

Ich stehe auf der Wiese.
Im Dunkeln.
Voller Vorfreude.
In banger Erwartung.

Und zu sehen ist, nichts.
Nur nebelverhangene Dunkelheit.

Der Mond wird durch Wolken verdeckt.
Hätte durch den Bodennebel eh keine Chance.
Selbst der Strahl der Taschenlampe wird nach wenigen Metern verschluckt.

Reicht aber aus, um schemenhaft anzudeuten.
Erste Eindrücke, Schattenrissen gleich.
Lässt die Vielfalt erahnen.
Der Figuren, der Posen.

Ein Ballett steht hier auf der Bühne.
Wartet auf das erste Licht.
Den Beginn des Tanzes.
Das Fest des Tages.

Und auch wenn sich die Sonne an diesem Morgen nicht blicken läßt. Der Anblick der Schachblumen auf der frühlingsfeuchten Wiese ist einmal mehr überwältigend.
Blume an Blume, Tropfen auf Tropfen.
Jede anders, jede einzigartig, jede großartig.
Jeder Blick birgt neue Entdeckungen, neue Sichten.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen.
Bei und mit ihnen.

Fotografiert mit 105mm, f 4 und 1/60s.

Natürliche Poesie – Der Katalog zur Ausstellung

Es ist vollbracht. Endlich.
Hat ja auch lange gedauert.
Und die Ausstellung ist längst vorbei. Leider.

Aber jetzt ist er da. Ab heute, hier im Blog.
Der Katalog zu meiner Ausstellung “Natürliche Poesie”.
Als ebook. Zum herunterladen.

Für alle.
Die dabei waren.
Die nicht da sein konnten.
Die neugierig sind, was zu sehen war.
Die noch einmal genießen möchten.

Aufgebaut und dargestellt wie in der Ausstellung, um einen ähnlichen Eindruck zu vermitteln.

Aber mit einem zusätzlichen Element versehen.

In Anhang sind kurze Beschreibung zu den Bildern zu finden.
Und wer möchte, kann durch einen Klick auf die Bilder zu den dazugehörigen Texten hier im Blog gelangen. Zumindest den Bildern, zu denen Texte existieren.

Viel Spaß beim blättern, schauen, genießen.

Aufbruch

Alt ist sie. Und müde. Diese Nacht.
Aber unnachgiebig, nahezu undurchdringlich.
Erst recht, da der verhangene Himmel die Dämmerung zurückhält.

Kein Licht, nicht der kleinste Strahl, dringt durch noch unbeblätterte Bäume.
Nur schemenhaft lassen sich Stämme erahnen.
Zögerlich geben sie Hilfestellung. Ein wenig.
Lassen den Weg erahnen, ohne ihn wirklich freizugeben.

Aber dann, das erste blau am Himmel, die Dämmerung naht.
Aus Schemen werden Gestalten, aus Gespenstern Bäume.
Aus Dunkelheit und Enge Klarheit und Freiheit.

Und was vorher noch zaghaft, unbestimmt vor mir stand, strahlt in voller Schönheit.
Zeigt neue Wege, neue Möglichkeiten, neue Sichten.
Selbstbewusst, vom Ballast der vergangenen Nacht befreit.
Mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen.

Fotografiert mit 35 mm, F2,8 und 30s

Neuanfang und Abschied

Man mag davon halten, was man will. Von der halbjährlichen Angewohnheit, die Uhr zu verstellen. Und die Innere zu verwirren. Für mich markierte der Beginn der Sommerzeit eine erste, lange Tour durch Hamburgs erwachende Natur. Eine frühe dazu.

Unglaublich früh.
Und traumhaft schön.
Dieser Frühlingsmorgen.

Nebelverhangen, voll kleiner und großer Andeutungen explodierenden Lebens.
Knospen, Triebe, erste Blätter.
Weißgrüne Teppiche unzähliger Buschwindröschen. Überall.
Soweit das Auge reicht und wohin es streift.

Jedes Jahr aufs Neue, jedes Jahr gleich.
Und trotzdem, immer wieder erhebend, überwältigend.
Die Freude, der Spaß, die Erleichterung.
Überall zu spüren, zu sehen, zu fühlen.
Balsam auf der geschunden, von Winter verschmähten landschaftlichen Seele.

Und doch, einen Wermutstropfen hatte dieser grandiose Tag.
Für mich zumindest.

Nicht überraschend, plötzlich. Nein, sich lange ankündigend. Und doch schade.
Endete doch mit dem Tag auch meine Ausstellung.
Musste ich doch die Bilder wieder verpacken.
Wehmütig, ganz klar.
Denn die ausgewählten Bilder hängen zu sehen, das Feedback der Besucher, großartig.
Am liebsten wieder. Sofort. Zumindest bald.

Daher in diesem Zusammenhang eine Bitte. Und ein Angebot.
Ich bin auf der Suche nach einer weiteren Ausstellungsmöglichkeit.
Gerne auch außerhalb Hamburgs. Oder weiter weg.

Über Anregungen und Möglichkeiten würde ich mich freuen.
Und als Dankeschön gibt es für eine erfolgreiche Vermittlung gibt es die gedruckte Version meines Buches “Herbstlicher Darß”.

Fotografiert mit 105 mm, f4 und 1/30s

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