Frühlingserwachen

Er ist da.
Zu hören, zu sehen, zu riechen.
Und es ist so schön.
Freude, Fröhlichkeit, wohin man geht. Wohin man blickt.
Sonne überall. Selbst wenn sie nicht scheint. Der Himmel voller Wolken hängt. Oder er vor lauter Freude Tränen vergisst.

Die Farbe erobert sich ihren Weg zurück in die Welt. Die Natur treibt bunt.
Erste Halme sprießen. Noch ganz grün hinter den Ohren.
Begleitet von den Pflanzen, die es gar nicht mehr aushalten.
Dort unten, in der Erde. Und nach oben drängen.
Ihre Freude stumm aber farbenfroh herausschreien wollen.

Nicht nur in Gärten, auch an den Waldrändern versammeln sich erste Frühblüher.
Mit den schon aus dem Winterschlaf zurückgekehrten Schneeglöckchen vom aktuellen Kalenderblatt konnte ich mich am Wochenende angeregt unterhalten. Ein paar Tage früher als letztes Jahr. Nur noch nicht ganz in der Stimmung für ein aktuelles Shooting.

Noch sind es wenige, die ihre Köpfe gen Himmel recken. Den ersten wärmenden Strahlen der Sonne entgegen. Aber, es hört sich an als stimmten fast stündlich mehr ein, in das fröhliche Lied des Frühlings.

So wie ich selbst eher mit einem Lächeln durch den Wald gehe. Trotz tiefster Dunkelheit. Und obwohl die Nächte kürzer und somit das Aufstehen am Morgen früher wird. Aber das nehme ich gerne in Kauf, um mich wie hier mit einer kleinen Krokusfamilie am Waldrand bei Dämmerung zu treffen. Obwohl sie zu dieser Uhrzeit noch ein wenig verschlafen und zugeknöpft erschien. Die Freude über den nahenden Morgen war nicht zu übersehen.

Fotografiert mit 300mm, f4 und 15s.

46 Gedanken zu „Frühlingserwachen

  1. Guten Morgen! Klasse Foto und toller Text!
    – wie ich mich auf den Frühling freue…hier war die letzten Tage eher Herbst.

    Wünsche einen guten Start in die Woche.
    Viele Grüße

  2. Ist es nicht wunderbar, was uns die Jahreszeiten mitbringen, jede für sich etwas anderes? Das habe ich während meines 2-jährigem Lebens in Hongkong tatsächlich am meisten vermisst. LG und einen schönen Start in die neue Woche, Conny

    • Großartig, die Unterschiede der Jahreszeiten zu erleben. Ohne fehlt doch eine ganze Menge, wie ich bei einem längeren Aufenthalt in Pakistan und Indien vor vielen Jahren erleben durfte.

    • Und fast hätte ich sie nicht gesehen, so schüchtern und ein wenig verloren standen sie da am Waldrand. Aber sie freuten sich mit mir über meinen Fund, und ich mich über Deine Worte.

  3. Wunderbare Farben, zart und genau aufeinander abgestimmt – die Natur ist eben doch die Beste🙂
    Ich persönlich kann mich mit dem Frühling jedoch noch nicht so recht anfreunden. Hatten wir hier unten doch nicht mal einen anständigen Winter. Wenig Schnee, eine knappe Woche Eiseskälte.
    Ich möchte den Frühling noch nicht. Aber wer fragt mich schon…😉

    • Anständig war er nicht, der letzte Winter. Höchstens herausfordernd. Fotografisch gesehen. Aber diese ersten beiden frühlingshaften Tagesanbrüche. Toll.
      Und die vier freuen sich bestimmt auch, dass Dir ihr Foto gefällt.

    • Ich bin tatsächlich überrascht, wie sehr er mir gefehlt hat. Und wieviel Energie doch so ein Frühlingswochenende geben kann. Schön, dass Text und Bild dazu beitragen, sie zu verstärken…

  4. Sprachlos. Tief berührt. So schön, dass es mich fast zum Weinen bringt. Unglaublich!

    Einfach nur Danke!🙂

    LG, Christian.

  5. Fluss

    Meeresfarbenfluss
    in glutrotschimmernder Weite
    Zeitschimmer in ewig
    wellenden Gezeiten
    salzbrandender Schaum
    auf weißgekrönten Wellen
    gleitend spielend wie im Traum
    wenn die Sonne
    den Wind reitet
    das Blau seine Tiefe
    über Dunkelpurpurorange breitet
    unendlicher Moment
    in durchsichtig aquamariner
    Wasserfarbenzeit.

    Was für ein hinreißend schönes Titelbild!
    Ich konnt nicht anders, musste es ein wenig bedichten.

    Lieben Gruß,
    die Karfunkelfee

  6. Zu diesem Bild ist schon alles gesagt was es zu Recht verdient. Super tolles Bild mit noch schöneren Farben und Stimmung.

    Ich beneide dich um die Gabe so früh aufstehen zu können.

    LG Claudia

    • So langsam kommt die Zeit, in der es schwerer fällt. Heute war die Nacht um 5 zu Ende. Und trotzdem. Licht und das Erlebnis machen es mehr als nur wett. Vor allen, wenn man auf Situationen wie diese hier trifft.

      • Wenn der Tag um 5 erwacht, muss du um 4 aus den Federn. Um diese Zeit bringt mich nichts wach; kein Gewitter, kein Erdbeben und auch keine 10 Wecker.

        Obwohl im Moment erlebe ich eine neue Seite an mir. An einem Freitag (Arbeitsfrei) erwache ich freiwillig zwischen 7:00 und 9:00 Uhr, was sehr ungewöhnlich für mich ist. Ich denke es liegt am veränderten Arbeitsrhythmus, anderer Arbeitsweg etc. Aufgrund dessen gehe ich auch früher zu Bett. Wenn ich zur Frühschicht fahre und der tag erwacht, bekomme ich immer Lust zu fotografieren und nehme mir vor an einem freien Tag auch früh aufzustehen. Nur es gelingt mir nicht.

        • An so einen Tag wie heute, also bedeckter Himmel, frage ich mich auch, ob ich wirklich los sollte. Allerdings mache ich es meistens dann doch. Bin ja eh wach. Allerdings freue ich mich zwischendurch auch auf ein Ausschlafen. Passiert allerdings nicht oft.

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